Aktuelles und Veranstaltungen

Einladung zum Online-Lunch-Date: Feministische Zugänge zur klinischen Ethikberatung, 18.11.2025, 12.00-13.30Uhr

Feministische Zugänge zur klinischen Ethikberatung zielen darauf ab, geschlechtsspezifische Machtverhältnisse, soziale Ungleichheiten und strukturelle Diskriminierung systematisch zu reflektieren und in ethische Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

Doch wie gelingt dieser Versuch in der Praxis? Welche Ansätze gibt es und wie verändern sie die klinische Ethikberatung?

Wir freuen uns besonders, Helen Kohlen für unser nächstes Lunch-Date im November als Gesprächspartnerin zu diesen Fragen begrüßen zu dürfen!  Wir werden Einblicke in ihre praktische Arbeit erhalten und feministische Fragestellungen für die Ethikberatung betrachten.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Wann? 18. November 2025 von 12-13.30 Uhr

Wo? https://uni-kiel.zoom-x.de/j/2088425726?pwd=xaWEj4dNhkVNgIjv7OhfqctQWrofGr.1


LunchDate „Trans*sensible Gesundheitsversorgung – zwischen Communitybedarfen und politischer Einflussnahme“, 24.06.2025

Eine trans*sensible und trans*respektvolle Gesundheitsversorgung stellt sicher, dass alle Menschen unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität eine diskriminierungsfreie und fachkundige medizinische Betreuung erhalten. Sie umfasst informierte und zugängliche Behandlungsangebote, die auf Bedarfe von trans* Personen eingehen und deren Selbstbestimmung respektieren.

Das Erstarken der politischen Rechten weltweit hat jedoch dazu geführt, dass trans* Menschen sich zunehmend Bedrohungen ausgesetzt sehen bis hin zur Leugnung ihrer Existenz. Dazu gehören auch Forderungen, medizinische Transitions-Leistungen einzuschränken oder zu verbieten. Trans*feindlichkeit gefährdet die individuelle Gesundheitsversorgung und untergräbt grundlegende Prinzipien der medizinischen Ethik.

Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich die Frage, welche Rolle den Mitarbeitenden im Gesundheitswesen zwischen politisch motivierten Einschränkungen und den vielfältigen Bedarfen von trans* Personen zukommt. Wieviel Aktivismus braucht die Medizin? Wieviel Aktivismus verträgt die Medizin?

Die AEM-Arbeitsgruppe „Feministische Perspektiven in der Medizin- und Bioethik“ diskutierte diese Herausforderungen gemeinsam mit Taleo Stüwe, Arzt und Referent (Fortbildungskollektiv Queer*sensible Geburtshilfe), und Martha Stolze, Politikwissenschaftlerin am Weizenbaum Institut.


A Feminist Bioethics Conference in Qatar? Critical Viewpoints and an Impulse for Further Discussion: Mitglieder der FME positionieren sich zum World Congress of Bioethics in Quatar

Lisa Brünig, Mirjam Faissner, Regina Müller und Stefanie Weigold veröffentlichen im International Journal of Feminist Approaches to Bioethics einen Kommentar über die Veranstaltung des 17th World Congress of Bioethics in Doha/ Quatar.

Den Kommentar findet ihr unter diesem Link: https://doi.org/10.3138/ijfab-2023-0025


7. FME-Treffen in Berlin, 06.-07.März 2024, Themenschwerpunkte: Special Issue ZEMO und Bildungsworkshop zu Kritischem Weißseins

Vom 06. bis 07. März 2024 fand das 7. FME Gesamttreffen an der Charité in Berlin statt. Die zwei Tage standen im Zeichen des Special Issue A Feminist Bioethics turn? Aktuelle Entwicklungen feministischer Perspektiven in der deutschsprachigen Medizinethik, das Ende 2024 in der Zeitschrift für Ethik und Moralphilosophie (ZEMO) erscheinen wird, sowie eines gemeinsamen Trainings zum Kritischen Weißsein durch das Bildungskollektiv Kribi.

Am ersten Tag haben wir gemeinsam in einem hybriden Format Artikel für das ZEMO-Special Issue, die unter anderem auch aus Kooperationen in den FME-Subgruppen entstanden sind, diskutiert und kollektives Feedback gegeben. Der Call ist für Kurzentschlossene noch bis 31. Mai 2024 geöffnet (https://link.springer.com/collections/igggbdfhgj). Sprecht uns hierzu gerne an, wenn ihr Fragen habt!

Am zweiten Tag haben wir ein durch das politische Bildungskollektiv Kribi (https://kribi-kollektiv.de/) geleitetes Training zum Kritischen Weißsein durchgeführt. Wir haben uns kritisch mit Weißsein und Diversität in der FME-Gruppe, unseren gesellschaftlichen Positionierungen im Wissenschaftskontext sowie im Privaten auseinandergesetzt. Wir möchten uns herzlich bei Lotte und Hüysein für das tolle Training bedanken!

Zuletzt setzten wir uns mit Plänen der FME für den Rest des Jahres auseinander. Im Herbst ist eine Online-Vortragsreihe zum Kritischen Weißsein geplant. Ansprechpartnerinnen sind hierzu Mirjam Faissner und Stefanie Weigold. Im Frühsommer ist ein erneutes FME-Gesamttreffen geplant, diesmal in einem Online-Format. Isabella Marcinski-Michel und Regina Müller übernehmen die Organisation. Im Dezember planen wir, uns erneut in Präsenz in Göttingen zu treffen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden, die das Treffen in Berlin zu einem Erfolg gemacht haben. Insbesondere möchten wir uns bei dem Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin der Charité sowie dem Graduiertenzentrum der Carl-Albrechts-Universität zu Kiel für die finanzielle Unterstützung des Treffens bedanken.


FME-Treffen 29.-30.Januar 2025 in Göttingen

Unser nächstes FME-Treffen fand am 29.-30. Januar 2025 in Person in Göttingen. Wir fangen am 29. Mittags an und hören am 30. am frühen Nachmittag auf, so dass genug Zeit für An- und Abreise bleibt.

Wir haben viel Zeit für Austausch und das Diskutieren eigener Arbeiten geplant. Meldet euch doch bitte bei uns, wenn ihr gerne am Mittwoch ein Projekt oder Paper von euch vorstellen würdet; wie auch beim letzten Mal ist die Idee, dass wir das Treffen unter anderem dafür nutzen, Feedback zu noch unveröffentlichten Arbeiten zu bekommen.

29. Januar 2025

13.00 Uhr Willkommen

13.30-16.30 Uhr Workshop zu eigenen Arbeiten

16.30-17.00 Uhr Kaffeepause

17.00 -18.00Uhr Workshop zu eigenen Arbeiten

19.00 Uhr Planung des nächsten Tages

20.00 Uhr gemeinsames Abendessen

30. Januar 2025

9.30 Kaffee

10.00-12.00 Untergruppen-Austausch

12-13.00 Uhr Mittagspause

13.00-15.00 Zukunftswerkstatt

Anmeldung: Veranstaltungsanmeldung (google.com)

Kontakt: hilkje.charlotte.haenel@uni-potsdam.de


Lunch-Date mit Prof. Lisa Malich zum Sonderforschungsbereich Sexdiversity, 03. September 2024, 13-14 Uhr per Zoom

Was ist körperliches Geschlecht, wie entwickelt und differenziert es sich? Welche Folgen haben Geschlecht und seine Kategorisierung?

Der Sonderforschungsbereich (SFB) untersucht die vielfältigen Ausprägungen von körperlichem Geschlecht in verschiedenen Kontexten. Dazu forschen in der ersten Förderperiode (2024-2027) des Forschungsverbundes 17 Einzelprojekte aus Biologie, Medizin, Neuro-, Sozial- und Geisteswissenschaften.

Wir freuen uns sehr darüber, dasswir mit Prof.in Lisa Malich über diesen spannenden Forschungsbereich ins Gespräch zu kommen konnten.


Special Issue: A Feminist Bioethics turn? Aktuelle Entwicklungen feministischer Perspektiven in der deutschsprachigen Medizinethik

Feministische Perspektiven in der Bio- und Medizinethik fragen nach den Auswirkungen von Geschlechterungleichheiten auf Medizin, Gesundheitsversorgung und biomedizinische Forschung und den damit verbundenen ethischen Konflikten. Aktuelle Entwicklungen gehen darüber hinaus, indem sie Machtstrukturen und komplexe Formen von Marginalisierung in den Blick nehmen und dabei Frauen selbst als diverse Gruppe begreifen. Es geht diesen feministischen Ethiken dabei unter anderem um den diskriminierungsfreien Zugang zum Gesundheitssystem, Hierarchien im Verhältnis von Patient*innen und Ärzt*innen, oder Fragen der Autorität und Autonomie.

Feministische Perspektiven in der Bio- und Medizinethik setzen sich kritisch von universalistischen Tendenzen der etablierten Medizinethik(en) ab, indem sie die Bedeutung von Differenzen betonen, die oft zu Ausgrenzungen im Gesundheitssystem führen und die die deutschsprachige Medizinethik noch viel zu selten im Blick hat.

In der Beschäftigung mit vielfältigen Formen von strukturellen und epistemischen Ungerechtigkeiten, stehen aktuelle Positionen einer feminist bioethics in enger Verbindung und im Austausch mit disziplinären Entwicklungen der (critical) disability bioethics, Black bioethics und queer bioethics. Sie alle eint, dass sie im deutschsprachigen Raum bisher nur wenig rezipiert werden und auch originäre Beiträge in der deutschsprachigen Medizinethik kaum existieren. Das Themenheft möchte dies ändern und widmet sich daher diesen Entwicklungen, die einen feminist bioethics turn andeuten.

Aktuelle feministische Theorien und Epistemologien bieten in ihrer Diversität eine Vielzahl an Werkzeugen, um Ungerechtigkeiten im Gesundheitswesen aus ethischer Perspektive zu analysieren. Hierzu zählen beispielsweise intersektionale und relationale Ansätze, empirisch-informierte Analysen sowie die Theoreme epistemischer und reproduktiver Gerechtigkeit. Die im Themenheft versammelten Beiträge sollen sich den theoretischen und methodologischen Implikationen der feminist bioethics für die deutschsprachige Medizinethik widmen.

Special Issue: https://link.springer.com/journal/42048/volumes-and-issues/8-1


Treffen der Untergruppe Reproduktionsmedizin zur Arbeit der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin, 17.05.2024

Das Treffen fand am 17.05.24 um 11:00-12.30 Uhr  statt. Das Thema war die Arbeit der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin sein.

Die Kommission hat gerade ihren Abschlussbericht veröffentlicht, in dem sie eine wissenschaftliche Empfehlung zur Regelung zum Schwangerschaftsabbruch, zur Eizellspende und Leihmutterschaft in Deutschland abgegeben haben. 

Wir freuen uns darüber, dass wir mit Prof. Dr. Maika Böhm und Prof. Dr. Claudia Wiesemann, die beide in der Kommission mitgewirkt haben, über die Ergebnisse und Arbeitsweisen der Kommission sprechen konnten. 



5.7.23, 10:00-12:00 Uhr, 6. FME-Treffen (online): „Ein feministischer Ethikkongress in Qatar – Ein Widerspruch in sich?“ (organisiert von Ines Pietschmann und Stefanie Weigold)

Im Oktober 2022 gab die International Association of Bioethics (IAB) bekannt, dass der 17. World Congress of Bioethics (WCB) 2024 in Doha, Qatar stattfinden wird. Auch der traditionell an den WCB angeknüpfte Kongress des Feminist Approaches to Bioethics (FAB) hat sich dieser Entscheidung angeschlossen und wird dort stattfinden. Daran anknüpfend ist eine Debatte entstanden, die sich vereinfacht in zwei Positionen darstellen lässt. Zum einen wird die Wahl für Qatar als Chance betrachtet, eine diversere Bioethik zu etablieren, welche auch eine Islamische Ethik miteinbezieht. Schließlich wird kritisiert, dass keiner der letzten 16 WCB in arabischen Ländern stattfand und ein interkultureller Dialog nicht gefördert wurde. Zum anderen wird die Teilnahme und Ausrichtung des Kongresses als ethisch problematisch betrachtet. Qatars Politik gegenüber Frauen, LGBTQIA*-Personen und spezielle Einreiserestriktionen werden nicht allen Wissenschaftlerinnen die Möglichkeit bieten, vor Ort teilzunehmen und ihre Arbeit vorzustellen. Wir möchten diese Debatte als feministisches Thema aufgreifen und eine Möglichkeit geben, zusammen verschiedene Perspektiven dazu zu diskutieren.Wir freuen uns besonders, dass wir folgende drei Referent*innen für Impulsbeiträge gewinnen konnten:

Hadil Lababidi, assoziierte Wissenschaftlerin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Mitbegründerin des Arbeitskreises „Medizinethik und Islam“ und Mitherausgeberin der Zeitschrift für Medizin, Ethik & Islam.

Mirjam Faissner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Mitbegründerin der AG FME und leitet die FME-Subgruppe ‚Intersektionalität‘

Helen Kohlen, Lehrstuhlinhaberin für Care-Policy und Ethik an der Vincenz Pallotti University Vallendar (u.a.), aktives Mitglied der AG FME. (Teilnahme abgesagt)

In October 2022, the International Association of Bioethics (IAB) announced that the 17th World Congress of Bioethics (WCB) 2024 will take place in Doha, Qatar. The World Congress of Feminist Approaches to Bioethics (FAB), which is traditionally linked to the WCB, has also followed this decision and will take place there. Following on from this, a debate has evolved that can be simplified into two positions. On the one hand, the choice for Qatar is seen as an opportunity to establish a more diverse bioethics, which also includes Islamic ethics. Finally, it is criticized that none of the last 16 WCBs took place in Arab countries and that an intercultural dialogue was not fostered. On the other hand, the participation and organization of the congress is seen as ethically problematic. Qatar’s policies towards women, LGBTQIA* persons and specific entry restrictions will not allow all scholars to participate and present their work at the event. We would like to take up this debate as a feminist topic and provide an opportunity to discuss different perspectives on it together. We are particularly pleased that we have been able to get the following three speakers for introductory keynotes:

Hadil Lababidi, associated researcher at the Friedrich Alexander University Erlangen-Nuremberg, co-founder of the working group ‚Medical Ethics and Islam‘ and co-editor of the Journal of Medicine, Ethics & Islam.

Mirjam Faissner, research associate at the Institute for the History of Medicine and Ethics in Medicine at the Charité – Universitätsmedizin Berlin, co-founder of the AG FME and leads the FME subgroup ‚Intersectionality‘.

Helen Kohlen (participation cancelled), Chair of Care Policy and Ethics at Vincenz Pallotti University Vallendar (among others), active member of the AG FME.


2.-3.2.2023, 5. FME-Treffen an der Medizinischen Hochschule Hannover (in Präsenz, organisiert von Merle Weßel, Lisa Brünig und Mirjam Faissner)

Das fünfte Treffen der FME Arbeitsgruppe vom 02.-03. Februar 2023 an der Medizinischen Hochschule Hannover war gleichzeitig auch das erste Präsenz (bzw. Hybrid)-Treffen der AG. Am ersten Tag des Treffens, welcher hybrid organisiert war, stand die Arbeit der verschiedenen Subgruppen im Vordergrund. Jede Gruppe hatte die Möglichkeit ihre bisherige Arbeit vorzustellen, sowie die eigenen Themen und Inhalte mit den Teilnehmenden zu diskutieren und reflektieren. Der Fokus des zweiten Tages lag auf der inhaltlichen und strukturellen Gesamtausrichtung der AG. Hier haben wir über uns Selbstverständnis als feministische Arbeitsgruppe unter anderem mit Hilfe der Fragen was bedeutet eigentlich „feministisch“ und warum bezeichnen wir uns so, welche Perspektiven finden sich in der AG wieder und welche sind marginalisiert, verstehen wir uns primär als politische oder als wissenschaftliche Gruppe (oder beides)? diskutiert. Die Ergebnisse dieser Diskussion sind in die Erstellung der Webseite geflossen. Die Entwicklung unseres Selbstverständnisses ist weiterhin im Prozess.

The fifth meeting of the FME working group from 02.-03. of February 2023 at the Medical School Hannover was also the first in-person/hybrid meeting of the working group. On the first day, that was organized as a hybrid format, the focus was on the work of subgroups. Every group had the possibility to present their work, and discuss and reflect on it with the participants. On the second day we discussed our self-understanding as a group with the help of the questions what means feminist and why to we call ourselves feminist, how does the working group reflects our perspective and which perspectives are marginalised, do we understand ourselves as political or academic group (or both). The results of this discussion is reflected in the content of the website. Yet, our self-definition is still an ongoing process.


1.7.2022, 4. FME-Treffen (Online): Workshop zu „Intersektionaler Gerechtigkeit“ (organisiert von Regina Müller)

Auf dem vierten Online-Treffen der FME Arbeitsgruppe am 01. Juli 2022, konzentrierte sich die AG auf das Thema „Intersektionale Gerechtigkeit“. Ziel war es, gemeinsam die FME Gruppe aus dieser Perspektive zu reflektieren. Im ersten Teil gab Tereza Hendl (Augsburg) einen Input zu „Intersektionaler Gerechtigkeit“ mit anschließender Diskussion. Im zweiten Teil gab es Raum für eine gemeinsame Reflektion über die FME Arbeitsgruppe. Fragen, die uns in der Diskussion beschäftigten, waren: Wie können wir verschiedene Lücken und Formen der Marginalisierung in unserem eigenen Netzwerk angehen und uns um eine breiter informierte und intersektionale feministische Forschung und Praxis bemühen? Wie kann sich unsere Gruppe effektiver mit bestehenden Ungleichheiten auseinandersetzen und (gesundheitliche) Gerechtigkeit stärken? Gemeinsam haben wir überlegt, wie die eigene Gruppenzusammensetzung und die Inhalte der AG mit intersektionalen Ansätzen in Einklang gebracht werden können.

At the fourth online meeting of the FME working group on July 1, 2022, the focus was on the topic of „Intersectional Justice.“ The idea was to reflect on the FME group from this perspective together. In the first part, Tereza Hendl (Augsburg) provided an input on „Intersectional Justice“ followed by a discussion. The second part allowed for a shared reflection on the FME working group. The discussion revolved around questions such as: How can we address various gaps and forms of marginalization within our own network and strive for a more informed and intersectional feminist research and practice? How can our group effectively address existing inequalities and enhance (health) justice? Together, we explored how to align the composition of our group and the content of the working group with intersectional approaches.


28.3.2022, 3. FME-Treffen (Online): „Pflege, Technik & Feminismus“ (organisiert von Elisabeth Langmann und Kris Vera Hartmann)

Das dritte Treffen stand im Zeichen von Technik, Ethik und Pflege. Helen Kohlen skizzierte in ihrem Vortrag die internationale Auseinandersetzung mit feministischen Perspektiven der Pflegeethik. Die Grundlage bildet der Sammelband „Nursing Ethics: Feminist Perspectives“ (Kohlen, McCarthy 2020). Im zweiten Teil geht es um Erkenntnisse aus einer Studie zur Entwicklung der Bioethik und der Beitrag einer Feminist Ethics of Care (Kohlen 2020). Im zweiten Vortrag ging Janina Loh unter Berücksichtigung verschiedener Beispiele aus Medizin und Gesundheitswesen grundlegend der Frage nach, was unter feministischer Technikphilosophie verstanden werden kann. Wann kann eine Technologie (ein Artefakt) feministisch genannt werden? Wie könnte eine feministische Kritik der Technik- und Wissenssysteme einer Gesellschaft aussehen?

The third meeting focused on technology, ethics and care. Helen Kohlen outlined in her presentation the international debate on feminist perspectives on nursing and nursing ethics. The basis is the anthology „Nursing Ethics: Feminist Perspectives“ (Kohlen, McCarthy 2020). The second part deals with findings from a study on the development of bioethics and the contribution of a Feminist Ethics of Care (Kohlen 2020). In the second presentation, Janina Loh fundamentally explored the question of what can be understood by feminist philosophy of technology, considering various examples from medicine and health care. When can a technology (artifact) be called feminist? What might a feminist critique of a society’s systems of technology and knowledge look like?


3.12.2021, 2. FME-Treffen (Online): Diversität in der Medizinethik (organisiert von Isabella Marcinski-Michel und Mirjam Faissner)

Bei dem zweiten Treffen wurde Diversität und Strukturen der deutschsprachigen Medizinethik in den Blick genommen. Stuart McLennan und Amelia Fiske stellten in einem Input-Vortrag ihre Ergebnisse zur Geschlechtervielfalt der Mitarbeitenden in der deutschsprachigen Medizinethik vor. Anschließend wurden Implikationen für die Medizinethik diskutiert – insbesondere hinsichtlich der Diversität der Beschäftigen in den unterschiedlichen Karrierestufen.

Um Diversität der bearbeiteten Themen ging es in dem Impulsvortrag des Koordinationsteams. Hier wurde eine Literaturrecherche zum Stand feministischer Perspektiven in der deutschsprachigen Medizinethik vorstellt. In Gruppenarbeiten wurden anschließend sechs Thesen über die Grundzüge einer feministischen Medizinethik diskutiert und weiterentwickelt.

The second meeting focused on diversity and structures in German-speaking medical ethics. Stuart McLennan and Amelia Fiske presented their findings on the gender diversity of employees in German-speaking medical ethics. Implications for medical ethics were then discussed – particularly with regard to the diversity of employees at different career stages.

Diversity of the issues addressed in research was the topic of the impulse lecture by the coordination team. Here, a literature research on the status of feminist perspectives in German-speaking medical ethics was presented. In group work, participants discussed six theses on the fundamental features of feminist medical ethics.


21.9.2021 Auftakttreffen der AG (organisiert von Regina Müller und Merle Weßel)

Das Auftakttreffen der FME AG fand am 21. September 2021 (online) statt. Es war ein Treffen, um sich gegenseitig kennenzulernen und erste Themen abzustecken. Die Vorstellungen der Teilnehmer*innen sowie deren Wünsche bezüglich der AG wurden bei diesem Treffen in den Vordergrund gestellt.

Nach einer Begrüßung stellte das Organisations-Team seine Motivation und Ideen zur AG-Gründung vor. Ein Input von Regina Müller und Merle Weßel führte in die „Feministischen Medizinethiken“ ein. Die Interessen der Teilnehmenden, ihre fachlichen Hintergründe und Arbeitsschwerpunkte wurden in einer Online-Umfrage vor dem Treffen eruiert und konnten in dem Treffen gemeinsam betrachtet werden. Darauf aufbauend wurden die Erwartungen der Teilnehmer*innen an die AG gesammelt und diskutiert. Gemeinsam wurden die ersten Themen skizziert, die Seitens der AG bearbeitet werden sollen, und entsprechende Subgruppen gebildet. Mit einer lebhaften und fruchtbaren Diskussion im Plenum endete das erste Treffen der AG.

The kick-off meeting of the FME AG took place on September 21, 2021 (online). The purpose of the meeting was to introduce the participants to each other and establish initial aims. The focus of the meeting was to highlight the ideas and requests of the participants regarding the AG.

The meeting commenced with a warm welcome, followed by the organizing team sharing their motivations and ideas behind forming the AG. Regina Müller and Merle Weßel provided an input to „Feminist Medical Ethics”. The expectations of the participants regarding the working group were collected and discussed. Prior to the meeting, an online survey was conducted to gather the interests, professional backgrounds, and work areas of the participants, which were taken into account during the discussions. Collaboratively, the topics to be addressed by the working group were identified, and corresponding subgroups were formed. The first meeting of the working group concluded with a lively and productive plenary discussion.